Die schönste Zeit im Jahr

Weihnachten … eine besondere Zeit im Jahr, die man spüren, sehen und riechen kann. Ihr wohnt ein besonderer Zauber inne, der sich nicht einmal ein Weihnachtsmuffel ganz verschließen kann. Überall glitzert es, warmes Licht von Kerzen und vielen kleinen Lichtern erhellt die Häuser, Städte und Dörfer. Wenn es dann noch schneit, ist das Weihnachtsfest für viele perfekt. Obligatorisch in der Vorweihnachtszeit natürlich der Besuch auf einem Christkindlmarkt. Jede Menge Tand, gute, alte Handwerkskunst und so manche Köstlichkeit, die es nur zu dieser speziellen Jahreszeit gibt, warten nur darauf, verkostet zu werden.

Für alle Sinne

Zur Vorweihnachtszeit herrscht in den Straßen der Innenstädte und den engen Gassen der Altstädte normalerweise ein geschäftiges Treiben. Groß und Klein tummeln sich in den Geschäften und auf den Christkindlmärkten. Auch in Tirol haben die Märkte eine lange Tradition. Schon Mitte November werden die Buden aufgestellt und ziehen dann so manchen Touristen und Einheimischen in ihren Bann. Zu entdecken gibt es vieles, aber auch zu probieren. Die traditionellen „Kiachl“ aus Germteig, die in heißem Butterschmalz herausgebacken werden, etwa. Ob süß mit Zucker, Marmelade oder pikant mit Sauerkraut, wer einen Tiroler Christkindlmarkt besucht kommt nicht umhin mindestens eines zu probieren. Nirgends kann man den weihnachtlichen Duft so wahrnehmen, wie auf einem Christkindlmarkt: gebrannte Mandeln, Kastanien, Kiachl, Bratwürste, Punsch und Glühwein. Es ist ein Erlebnis für alle Sinne.

Das Fest der Düfte

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit für Familie und Freunde. Gemeinsame Zeit verbringen, sich Geschichten erzählen, in Erinnerungen schwelgen oder sich neue schaffen – unsere Liebsten stehen zu dieser Jahreszeit im Mittelpunkt. Besonders zu beginn der Adventzeit wird auch oft gemeinsam gebacken. Der Geruch nach Zimt, Nelken, Vanille und Orangen weht uns beim Keksebacken um die Nase. Diese werden dann im Advent beim Nachmittagskaffee mit Freunden und Familie genüsslich verspeist. Eine typische Süßspeise im Tiroler Advent ist auch der „Zelten“ mit gedörrten Früchten, Nüssen, Brotteig und Gewürzen. Immer wenn er gebacken wird, durchströmt das ganze Haus ein himmlischer Geruch. Aber nicht nur Süßes verbreitet seinen Duft, auch die Zweige von Apfel- oder Kirschbäumen, die traditionell am 4. Dezember zum Namenstag der Heiligen Barbara in die Stuben geholt werden, sollen bis zum Heiligen Abend aufblühen und ihren Duft verströmen. Gelingt das, so glaubt man, ist das kommende Jahr von Glück geprägt.

Vom Unheil und bösen Geistern

 

Das Abhalten von Unheil ist in unseren Bräuchen schon sehr lange verankert. Mit einem ganz speziellen, uralten Brauch sollen in den drei Rauchnächten das Haus und dessen Bewohner vor Unheil und Krankheit bewahrt werden. In den Nächten am 25. und 31 Dezember sowie am 5. Januar geht deshalb die ganze Familie mit Weihrauch durch das Haus und räuchert es ein. Auch heute noch wird dieser Brauch von vielen Tiroler Familien praktiziert. Zudem werden vor Weihnachten böse Geister durch die „Anklöpfler“ vertrieben. Verkleidet als Hirten, Wirt, Maria und Josef gehen sie in machen Ortschaften von Haus zu Haus und vertreiben durch das Singen von Liedern zur Herbergssuche und dem Anklopfen an die Türen böse Geister.

 

 

Traditionen und Bräuche gibt es in der Weihnachtszeit zuhauf. In diesem Jahr können wir sie zwar nicht alle erleben, aber wir können uns an vergangene Jahre erinnern und uns auf das nächste Jahr freuen. 2020 war ein besonderes Jahr und es wird auch ein besonderes Weihnachtsfest werden. Aber schon bald werden wir wieder gemeinsam mit allen, die uns wichtig sind, Zeit verbringen und in den Urlaub fahren können. Die Normalität wir zurückkehren und wir werden uns an 2020 als Ausnahmejahr zurückerinnern. Denn Weihnachten ist auch das Fest der Hoffnung.